Torwart-Elite des Landes zu Gast am Nobiskrug

Die besten Nachwuchs-Keeper zeigen bei der Landesmeisterschaft ihr Können.


Der Sportplatz Nobiskrug wurde am Sonnabend Austragungsort für eine gelungene Prämiere der Jugendtorwart-Landesmeisterschaften. Anders als sonst standen nicht 22 Akteure auf dem Fußballfeld, spielentscheidend waren dieses Mal nur die Leistungen der Torhüter. Insgesamt 31 Keeper aus den Stützpunkten Breklum, Kropp, Böklund, Ottendorf, Trittau, Neunkrichen, Neudorf-Bornstein machten sich auf den Weg nach Rendsburg, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

 jugendtorwart-landesmeisterschaft-pokalFünf torwartspezifische Übungen (siehe Info unten) waren im Turniermodus zu bewerkstelligen und verlangten den Nachwuchsfängern Ausdauer, Geschicklichkeit und Koordination ab. Die jeweils vier Bestplatzierten wurden mit Punkten belohnt. Abgerundet wurde der Wettkampf von jedem Torwart mit einer eintrainierten individuellen Vorführung im Zusammenarbeit mit dem Trainer. Der fünfminütige Vortrag wurde dann im Anschluss von einer Jury mit Noten von eins bis zehn bewertet. Die jeweils beste und schlechteste Benotung wurde gestrichen.



Nicht nur diese neue Spielform besitzt in Schleswig-Holstein ein Alleinstellungsmerkmal, sondern mindestens genauso auffällig war die Ruhe und Fokussierung der Akteure. „Ich war verwundert, dass die Kinder eine so hohe Konzentration an den Tag gelegt haben“, erklärte Organisationsleiter Hjalmar Krabbe von der Sportagentur Kiel. Krabbe und sein Kollege, der Geschäftsführer dieser Agentur, Thorsten Weise nahmen die sportliche Turnierleitung in die Hand. Beide zeigten sich über das sportliche Niveau begeistert: „Wir haben es hier mit den besten Jugendtorwarten aus Schleswig-Holstein zu tun. Die Leistungen, die sie in diesem Alter teilweise abliefern, sind sensationell“, konstatierten Krabbe und Weise unisono.

Mit von der Partie war Kropps Tobias Rangnick (Jahrgang 2001), der sonst für den TSV Kropp in der Verbandsliga (D-Junioren) das Tor hütet. „Die Disziplinen sind anstrengend, aber es bringt sehr viel Spaß, sich mit den anderen Torhütern zu messen“, berichtete Rangnick.

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Im Vorfeld bereitete Trainer Stefan Legrum seinen Schützling auf die Disziplinen vor. Die schwierigste Aufgabe war für ihn eine der Spieleröffnungsübungen (Aufgabe 1c). Aus 17 Meter Entfernung galt es dabei, per Abschlag ein fünf Meter breites Tor zu treffen. Neben der Geschicklichkeit und Zielgenauigkeit verlangten die Veranstalter dem Torwartnachwuchs auch Ausdauer ab. „Äußerst kräfteraubend war das Torwartduell (Aufgabe 2, Anm. d. Red.). Dort kam es besonders drauf an, seinen Kontrahenten geschickt zu überlisten“, sagte Rangnick. Unterm Strich erkämpfte er sich den Vizemeistertitel in der Altersklasse 2001.

Zwar fanden die erste Landesmeisterschaften für Jugend-Torwarte ohne Beteiligung von hiesigen Torhütern statt, trotzdem zog Thomas Kühl vom Rendsburger TSV ein positives Resümee: „Es war klasse, Sportler aus ganz Schleswig-Holstein hier in Rendsburg zu begrüßen. Außerdem zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, sodass wir ein rundum gelungenes Turnier zu sehen bekamen.“

 

Die Aufgaben der Torhüter
1.Spieleröffnung:

a) Der Torwart befindet sich in der Abwurfzone, holt einen Ball aus dem Balllager und versucht direkt in das 2x2 Meter große Zielfeld zu werfen. Jeder Treffer bringt einen Punkt. Zeitlimit: 1:30 Minuten
b) Der Trainer spielt dem Spieler einen Ball zu. Nach einer Ballannahme muss er nun in ein drei Meter breites Ziel schießen. Kommt der Ball vorher auf, erhält der Torwart einen Punkt, landet der Ball direkt im Ziel, werden ihm zwei Punkte gutgeschrieben. Zeitlimit: 2 Minuten.
c) Die Aufgabe des Torwarts ist es, einen Abschlag direkt in ein fünf Meter breites Tor zu spielen. Landet der Ball direkt im Tor beziehungsweise in in der Ballzone, erhält der Akteur drei Punkte, andernfalls einen Punkt. Zeitlimit: 2 Minuten.

2. Torwartduell:

Im direkten Duell Eins-gegen-Eins stehen sich zwei Torhüter gegenüber und müssen auf einem 15x16 Meter großen Spielfeld ein Tor erzielen. Die Besonderheit liegt darin, dass der verteidigende Torwart den Ball nur erobern kann, sofern er den Ball mit beiden Händen fest in der Hand hält. Wurde der Ball erobert, geht das Spiel von der Stelle der Eroberung weiter. Spielzeit: 3 Minuten.

3. Torwarttennis:

Wie beim Torwartduell treten zwei Spieler im direkten Duell an. Bei dieser Disziplin gilt es per Angabe (Volleyschuss) den Ball im gegnerischen Feld so zu platzieren, dass der gegnerische Torhüter den Ball nicht aufnehmen oder parieren kann. Jeder Ball der im gegnerischen Feld landet bringt einen Punkt. Spielzeit: 4 Minuten.


Ergebnisse:

Jahrgang 2006:
1. Till Liam Suhr (Akademiestützpunkt Neudorf-Bornstein).
2. Yannick Butler (Akademiestützpunkt Kropp).

Jahrgang 2005:
1. Mark Walpert (Akademiestützpunkt Kropp).
2. Finn Eichberger (Akademiestützpunkt Trittau).

Jahrgang 2004:
1. Hannes Hermann (Akademiestützpunkt Trittau; Besonderheit: Hermann ist noch Torhüter des Jahrgangs 2005).
2. Henrik Szyszka (Akademiestützpunkt Breklum).
3. Lukas Wendt (Akademiestützpunkt Kropp).

Jahrgang 2003:
1. Patryk Myszczak (Akademiestützpunkt Ottendorf).
2. Jonne Klinghagen (Akademiestützpunkt Böklund).
3. Jan-Marten Schmude (Akademiestützpunkt Breklum).

Jahrgang 2002:
1. Joel Römer (Akademiestützpunkt Trittau).
2. Thies Jebe (Akademiestützpunkt Breklum).
3. Jonas Barfknecht (Akademiestützpunkt Neuenkirchen).

Jahrgang 2001:
1. Thure Hinrichs (Akademiestützpunkt Neuenkirchen).
2. Tobias Rangnick (Akademiestützpunkt Kropp). 3.
Philipp Lübeck (Akademiestützpunkt Ottendorf).

Jahrgang 2000:
1. Brian Lüders (Akademiestützpunkt Neuenkirchen).
2. Lauritz Sievers (Akademiestützpunkt Kropp).
3. Daniel Pradel (Akademiestützpunkt Trittau).

Jahrgang 1999:
1. Kevin Ulrich (Akademiestützpunkt Böklund).
2. Nils Witt (Akademiestützpunkt Neuenkirchen).

(Quelle: www.shz.de)



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